Montag, 18. Oktober 2010

Das Moloch Manila und mein erster kleiner Kulturschock

Jetzt bin ich schon genau 3 Wochen im Lande (Jan ist leider schon wieder auf dem Rückweg) und habe den ersten Mini-Kulturschock verdaut. Manila macht ihrem Namen als Megacity alle Ehre: schwül-heiß, SMOG, Höllenlärm, Chaos, Millionen (nicht unbedingt die feinsten) Gerüche und vor allem: wirklich krasse Armut. Das Hotel in dem wir am Anfang waren (und in dem ich jetzt auch wieder sitze) war zwar ganz okay, aber unglaublich laut. Stellt euch eine 6-spurige hupende Autobahn vor, die über Euer Bett fährt - so kam mir das hier vor ;-) Die Lage war zwar einerseits gut, da man - wenn man den Nerv hat - zu Fuß vieles ablaufen kann, was wir zur Verwunderung vieler Filippinos auch fleißig getan haben (die würden sich einfach mit dem Taxi oder wenigstens einem Tricycle herumkutschieren lassen). Nachteilig ist aber das Viertel "Ermita". Es ist nicht unbedingt der beste Startpunkt, um die Stadt von ihrer schönen Seite kennen zu lernen. Überall Straßenkinder, Bettler, Nightclubs und alle paar Meter Leute, die auf der Straße/Gehsteig schlafen. Aber all das gehört in so einer Stadt einfach zum alltäglichen Bild (in verschiedenen Abstufungen, je nach Viertel) und man muss sich daran gewöhnen. Trotzdem war ich echt froh, als wir uns dann am zweiten Tag auf den Weg Richtung Hochbahn in das angrenzende Viertel Malate gemacht haben, denn plötzlich sah das Straßenbild ganz anders aus. Viel "normaler", geschäftiger, weniger bedrohlich ob der ganzen sichtbaren Armut.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen